aus dem Kirchenvorstand

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Wir leben wahrhaftig in bewegten Zeiten – und damit ist nicht nur die Weltpolitik mit ihren haarsträubenden Fehlentwicklungen, sondern auch die Herausforderung für unsere Kirche und ihre Zukunft gemeint.

Wir informieren Sie über die aktuellen Themen, die auch im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung vom 14. Juni standen:

  1. Regionalgemeinde
  2. Immobilienkonzept
  3. Turm- und Glockensanierung
  4. Orgel Zum Thema „Regionalgemeinde“

1. Regionalgemeinde
Sie haben es sicher auch in der Presse gelesen oder über die social media-Kanäle der Landeskirche erfahren: Die Kirche sieht sich mit den großen Problemen des Pfarrer:innen-Mangels und wegbrechender Kirchensteuereinnahmen konfrontiert. Wie sollen die Gemeinden künftig mit Pfarrer:innen versorgt werden, wenn immer weniger Theologiestudent:innen in die Gemeinden kommen werden?
Die Landeskirche hat nun mit der breiten Debatte über Lösungsansätze begonnen. Ein Schlagwort dabei ist die „Regionalgemeinde“. Mehrere Kirchengemeinden einer Region (bei uns das Ostallgäu) bilden künftig einen regionalen Zusammenschluss, in dem die Pfarrer:innen sich gegenseitig vertreten werden. Es ist also nicht mehr für jede Kirchengemeinde eine Pfarrerin oder ein Pfarrer zuständig, sondern zum Beispiel für Kaufbeuren, Neugablonz, Marktoberdorf und Obergünzburg zusammen X Planstellen (die genaue Aufschlüsselung Hauptamtliche pro Gemeindeglieder steht noch nicht fest). Es wird für die Region ein übergeordneter Kirchenvorstand gebildet; auch die Pfarrämter werden zentralisiert.
Wie das Alles am Ende gut funktionieren kann, wie das enge Vertrauensverhältnis zwischen Gemeindegliedern und Pfarrer:innen gepflegt werden kann – darüber wird derzeit intensiv diskutiert. Zum Jahresende werden die Konzepte verabschiedet werden, wir informieren Sie in einer Gemeindeversammlung im Herbst.
Klar ist, dass auch weiterhin dem ehrenamtlichen Engagement in unserer Gemeinde und bei den Gottesdiensten, Taufen, Trauungen und Bestattungen eine erhebliche Bedeutung zukommen wird; deswegen wird Herr Knorr in den nächsten Monaten eine entsprechende Weiterbildung absolvieren.

2. Immobilienkonzept
Wegen der Finanzknappheit (und auch wegen der Regionalisierung) werden Immobilien im kirchlichen Besitz auf den Prüfstand gestellt: Nur noch die Hälfte der derzeitigen Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäuser können künftig bei Sanierungen und Umbauten mit einem Zuschuss der Landeskirche rechnen. In mehreren Sitzungen haben Vertrerter:innen aller OAL-Kirchenvorstände diskutiert, welche Gebäude am ehesten verzichtbar sind und welche in Ertragsimmobilien umgewidmet werden können. Dieser komplizierte Prozess soll bis 2035 abgeschlossen sein.
Die Kirchengemeinde Neugablonz geht davon aus, dass die Christuskirche mit den Gemeinderäumen unverzichtbar ist. Beim Pfarrhaus könnte mittelfristig (zum Beispiel nach einem Ausscheiden der Gemeindepfarrerin) auch eine Umwidmung in ein Mietobjekt interessant werden. Eine Prüfung dieses Plans könnte in etwa 2 Jahren sinnvoll sein.

3. Turm- und Glockensanierung
Unser altgedienter Glockenstuhl bedarf einer Renovierung; auch die Klöppel der Glocken wurden bei einer technischen Überprüfung teilweise als schadhaft eingestuft und müssen ausgetauscht werden. Damit die Arbeiten im Turm überhaupt gefahrlos ausgeführt werden können, bedarf es des Einbaus einer Scherentreppe. Der Auftrag dazu ist bereits erteilt, die Arbeiten werden noch in diesem Jahr beginnen können.

4. Zur Orgel
Der KV hatte aufgrund der finanziellen Entwicklung und aufgrund personeller Überlegungen beschlossen, vom ursprünglichen Plan einer neuen Pfeifenorgel in der Kirche Abstand zu nehmen. Der notwendige Ersatz des Clavinovas ist inzwischen erfolgt, die Zufriedenheit der Gemeinde mit dem neuen Instrument wurde in der Gemeindeversammlung abgefragt. Sie können sich an dieser Befragung (14. Juni bis 30. September 2026) gern noch beteiligen, wenn Sie den QR-Code scannen.

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